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Meeresschutz, Merchandise und Marketing mit Haltung

– Mein Einblick in die Arbeit von Sea Shepherd auf der Haptica live 2026

Auf der diesjährigen Haptica drehte sich, ähnlich wie die letzten Jahre, erneut vieles um haptische Werbung, nachhaltige Produkte und die Frage, wie Merchandise zur heutigen Zeit funktionieren kann, ohne nur ein Wegwerfartikel zu sein. Neben spannenden Goodies ist mir dabei besonders ein Programmpunkt im Gedächtnis geblieben: der Vortrag der gemeinnützigen Meeresschutzorganisation „Sea Shepherd“. Mit eindrucksvollen Worten und prägenden Aufnahmen haben sie gezeigt, dass Werbeartikel und Umweltschutz kein Widerspruch sein müssen – wenn man es richtig macht.

Ein Vortrag mit klarer Botschaft: Ohne Ozeane kein Leben

Gleich zu Beginn, nachdem Geschäftsführer Manuel Abraas die Bühne betreten hatte, fiel ein Satz, der im Raum spürbar nachwirkte: „Ohne gesunde Ozeane gäbe es kein Leben auf unserem Planeten.“

Stille. Sea Shepherd machte bereits in den ersten Minuten deutlich, wie ernst die Lage aktuell ist. Das Leben im Meer verschwindet laut ihren Aussagen doppelt so schnell wie an Land. Gründe dafür gibt es viele: Fischerei, Wilderei, Meeresverschmutzung und Klimawandel gehören zu den größten Faktoren. Besonders erschreckend: Auch die Ostsee gilt als eines der am stärksten bedrohten Meeresgebiete der Welt. Gleichzeitig wurde angesprochen, dass Umweltschutz in der öffentlichen Wahrnehmung oft untergeht, weil andere Themen wie Kriege, Krisen und wirtschaftliche Probleme die Aufmerksamkeit dominieren.

Merchandise als Finanzierung – aber ohne Fast Fashion

Abraas sagte selbst, dass er früher wahrscheinlich behauptet hätte, Meeresschutz und Merchandising würden nicht zusammenpassen. Heute sieht er das anders. Der Hintergrund: Die Organisation finanziert einen Teil ihrer Arbeit über den Verkauf von Kleidung und Fanartikeln – allerdings unter sehr strengen Standards.

Sea Shepherd zeigte auf, mit welchen Partnern sie zusammenarbeiteten, wie holprig der Weg der Suche nach den „perfekten“ Partnern gewesen war, welche Zertifizierungen der Produkte für sie im Vordergrund standen und wie sie eigene Standards für sich definierten, um Merchandise zu erhalten, das bewusst hochwertig produziert wird und nicht als Fast-Fashion gedacht ist.

Die Einnahmen aus ebendiesem Merchandise fließen direkt in die Arbeit von Sea Shepherd. Seit 2015 konnten dadurch mehrere Millionen Euro für Meeresschutzaktivitäten finanziert werden. Außerdem achtet die Organisation darauf, auch beim Versand nachhaltiger zu arbeiten, zum Beispiel mit plastikfreien Verpackungen.

Fotograf Design Westerwald
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Haptica 2026: Werbeartikel sind und bleiben nachhaltiger

Der Vortrag passte gut zu meinem allgemeinen Eindruck der Haptica. Viele Aussteller zeigten Produkte, die langlebiger sind, fair produziert werden oder einen klaren Nutzen haben. Der Trend geht weg von günstigen Streuartikeln hin zu Artikeln, die länger genutzt werden und stärker zur Marke passen.

Und genau deshalb war Sea Shepherd, abgesehen von ihrer wichtigen Rolle in der Gesellschaft, auch hinsichtlich ihres Marketingkonzepts ein passendes Beispiel: Hier wird Merchandise nicht nur als Werbung genutzt, sondern als Teil eines großen Ganzen im Unternehmen.

Mein persönliches Takeaway nach diesem Vortrag

Sea Shepherd hat mir einmal wieder gezeigt, dass Werbung und Verantwortung sich nicht ausschließen müssen. Gerade als Designerin und Fotografin beschäftige ich mich selbst oft mit der Frage, wie man Produkte gestaltet, ohne nur kurzlebigen Konsum zu fördern. Die Idee, Qualität vor Quantität zu setzen und gleichzeitig etwas Sinnvolles zu unterstützen, fand ich deshalb besonders spannend.

Und als ewiges „Nordseekind“, welches das Meer und seine Bewohner schon immer geliebt hat und faszinierend fand, ist ein weiterer Gedanke aus dem Vortrag natürlich auch hängengeblieben: Wenn die Ozeane sterben, stirbt am Ende auch das Leben an Land. Vielleicht ist genau das der Grund, warum solche Themen auch auf einer Werbemittel-Messe ihren Platz haben sollten.

Meeresbewohnern helfen und ein paar Karmapunkte sammeln

Abgesehen von der Tatsache, dass das Merchandise in meinen Augen sehr cool aussieht und in deutlich mehr Schränken hängen sollte, gibt es natürlich auch die Möglichkeit, Sea Shepherd direkt mit einer Spende zu unterstützen. Durch die Worte auf der Haptica ist mir noch einmal bewusster geworden, wie wichtig die Arbeit der Organisation ist – und wie viel davon nur durch Unterstützung von außen möglich wird. Für mich persönlich steht deshalb fest: Sea Shepherd wird künftig eines meiner festen jährlichen Spendenziele. Nicht als große Geste, sondern als bewusster Beitrag zu einem Thema, das uns alle betrifft.

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